"venaseal"

Das "VenaSeal"-Verfahren


Bei diesem neuesten und gleichzeitig schonendsten Verfahren zur Behandlung der Stammvarikose wird über einen dünnen Katheter ein spezieller Gewebekleber in die erkrankte und erweiterte Vene eingebracht. Dieser verklebt die Vene dauerhaft, sie wird dann vom Körper in einen bindegewebigen Strang umgebaut. Der Kleber (Cyanoacrylat) wird bereits seit Jahrzehnten in der Medizin eingesetzt: Er wird zum Verschluss von Gefäßtumoren, sog. AV-Malformationen im Gehirn eingesetzt. Findige amerikanische Ärzte kamen auf die Idee, sich diese Erfahrungen bei der Behandlung von Krampfadern zunutze zu machen.

Das Verfahren wird in Europa seit über 2 Jahren in spezialisierten Zentren eingesetzt, in Deutschland in 3 Zentren (Berlin, Hamburg, Mannheim). Über 1000 Patienten wurden hier bislang behandelt. Die Erfolgsquote in Bezug auf den Verschluss der Vene ist nahe 100 % und entspricht der des etablierten Radiowellenverfahrens. Die europäische Multicenterstudie eSCOPE mit höheren Patientenzahlen zeigt ähnliche Ergebnisse. In den USA wurde das Verfahren im Rahmen der nationalen Zulassungsstudie prospektiv randomisiert gegen das Radiowellenverfahren getestet und ist bezogen auf die Verschlussrate diesem nach einem Jahr sogar leicht überlegen.
Dr. med. Bernheim hat dieses Verfahren Anfang 2013 als erster Gefäßspezialist in München eingeführt und wendet es seither regelmäßig erfolgreich an.

Diese Methode kann ohne Schnitt, ohne Narkose - auch ohne Lokalanästhesie – durchgeführt werden, erfordert keine Kompression und ist auch für oberflächlich verlaufende Gefäße geeignet. Eine Beschädigung von begleitenden Nerven kann - im Unterschied zum Stripping, Laser oder zur Radiowelle – nicht vorkommen. Wichtig bleibt dennoch, dass der Eingriff von einem erfahrenen Gefäßspezialisten in einem hochsterilen modernen OP-Zentrum durchgeführt wird.

Die Sachkosten des Verfahrens sind im Augenblick noch vergleichsweise hoch. Die privaten Krankenkassen erstatten es allerdings ihren Versicherten fast ausnahmslos. Es fallen dafür Kosten für Anästhesie weg und es entsteht in der Regel kein Arbeitsausfall.

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